Die Gezeichneten

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Oper in drei Akten
von Franz Schreker

Herzog Antoniotto Adorno: Joachim Goltz
Graf Andrae Vitelozzo Tamare: Michael Nagy
Lodovico Nardi, Podestà der Stadt Genua: Jens Larsen
Carlotta Nardi, seine Tochter: Ausrine Stundyte
Alviano Salvago, ein genuesischer Edelmann: Peter Hoare
Guidobald Usodimare: Adrian Strooper
Menaldo Negroni: Ivan Turšić
Michelotto Cibo: Tom Erik Lie
Gonsalvo Fieschi: Johnathan McCullough
Julian Pinelli: Önay Köse
Paolo Calvi: Samuli Taskinen
Il Capitaneo di Giustizia: Joachim Goltz
Ginevra Scotti: Katarzyna Włodarczyk
Martuccia, Haushälterin bei Salvago: Christiane Oertel
Pietro: Christoph Späth
Ein Mädchen: Mirka Wagner
Ein Jüngling: Emil Ławecki
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin, Vocalconsort Berlin

Musikalische Leitung: Stefan Soltesz
Inszenierung: Calixto Bieito
Bühnenbild: Rebecca Ringst
Kostüme: Ingo Krügler
Dramaturgie: Simon Berger
Chöre: David Cavelius
Licht: Franck Evin
Video: Sarah Derendinger

Eine Insel der Lust vor den Toren Genuas, verschwundene und missbrauchte Mädchen der höheren Gesellschaft, ein körperlich deformierter Mäzen – das sind die Ingredienzien von Franz Schrekers Die Gezeichneten. Also: nichts für schwache Nerven – ein Psycho-Thriller der Extraklasse! Starregisseur Calixto Bieito, die international gefeierte Sopranistin Ausrine Stundyte, Peter Hoare und das einstige Ensemblemitglied Michael Nagy, mittlerweile an allen großen Opernhäusern zuhause, mit einem modern-psychologischen Meisterwerk.

Mit seiner Inszenierung von Mozarts Die Entführung aus dem Serail im Jahr 2005 an der Komischen Oper Berlin entfachte Calixto Bieito eine intensive Theaterdiskussion und sorgte auch mit seinen weiteren Arbeiten – darunter Madame Butterfly, Armida und Der Freischütz – für starke, durchaus verstörende Bilder. Nun fragt er mit Franz Schrekers Meisterwerk nach den letzten Tabus des erotischen Begehrens in einer zügellosen und a-moralischen Gesellschaft.

Sein Lebtag ist er von Missbildung gezeichnet. Wie zum Trotz verkündet der missgestaltete Edelmann Alviano Salvago: »Die Schönheit sei Beute des Starken!« Dieses Motto seines Lebenswerks wird sein Unheil werden. Das von ihm kreierte künstliche Paradies will er den Mitbürgern Genuas schenken: die Insel »Elysium«. Doch was hat es auf sich mit den spurlos verschwundenen Kindern? Warum wehren sich Alvianos Freunde gegen sein Vorhaben? Alviano gerät ins Inferno emotionaler Wirrnis und politischer Ränke. Im Zentrum steht das abgründige Geheimnis seines Lebens …
In weit ausgreifenden Melodiebögen und experimentellen harmonischen Entwicklungen bis an den Rand der Tonalität gestaltet Franz Schreker in seinem 1918 uraufgeführten Werk schillernde Seelenporträts. Inspiriert durch Symbolismus und Psychoanalyse entfaltet der zu Lebzeiten meistgespielte, ab 1933 dann als »entartet« diffamierte deutsche Komponist ein Musiktheater musikalischer wie dramatischer Grenzüberschreitung. Seine Figuren sind buchstäblich voneinander Gezeichnete. In der Regie des Großmeisters der Ausdeutung menschlicher Seelenqualen und unter der musikalischen Leitung des international erfolgreichen Dirigenten Stefan Soltesz verlieren sich die Protagonisten auf der Suche nach Erlösung durch Liebe und Schönheit in den Abgründen politischer Machtspiele, ungeheuerlichen Verrats und erotischer Exzesse.

Die Premiere ist am 21. Januar 2018.

 

Quelle: Komische Oper Berlin

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